Sehr geehrte Leserinnen und Leser
Seit August 2011 bauen wir nun schon mit einigen Jungs in Rafz ein Haus um. Jeder dieser Jugendlichen absolvierte die ersten drei Monate seines Schweiz-Aufenthalts im Brückenangebot des Vereins Jugendschiffe.ch. Nicht jeder konnte die schwierige Zeit nach dem Jugendschiff ohne Stolpersteine überstehen. Manche schafften die drei Monate ohne grossen Zwischenfälle und konnten die Zeit erfolgreich beenden. Andere mussten noch einmal für weitere Wochen zurück aufs Jugendschiff um weiter an ihrer Persönlichkeit zu arbeiten. Dies würde ich in keinem Fall als einen Rückschritt bezeichnen.
Auch in den nächsten Monaten verlassen Jugendliche das Schiff und kommen nach Rafz. Für diese gibt es aber andere Lösungen, wie sie ihre Tagesstruktur gestalten. DS darf sich während drei Monaten in einem vorzüglichen Restaurant als Koch unter Beweis stellen, sein erstes Praktikum absolvieren und so seine Kocherfahrungen vom Schiff weiter festigen. MS wird sich hauptsächlich der Schule widmen und während den drei Monaten privaten Schulunterricht geniessen. Somit arbeiten auf der Baustelle voraussichtlich keine Jugendlichen mehr. Änderungen vorbehalten! Trotzdem werden wir diesen Blog benutzen um Sie über den Verlauf der Bauarbeiten und der Geschehnisse im Brückenangebot zu informieren.
Vielen Dank für Ihre Treue und Unterstützung beim lesen dieses Blogs!
Mario Schmidli, Sozialpädagoge – Leiter Brückenangebot
Wochenbericht vom 30. April – 04.Mai 2012
Posted: 7. Mai 2012 in Brückenangebot, Umbau Bahnhölfi RafzDiese Woche war eine ganz spezielle Woche. Zum einen stand der 1. Mai auf dem Programm (freier Tag) zum anderen einen Ausflug. Aber nun alles der Reihe nach. Pünktlich zum Arbeitsbeginn standen die Bauarbeiter FZ, Marvin und ich auf der Baustelle. Zuerst besprachen wir, was wir diese Woche auf der Baustelle erreichen möchten. Ein Boden soll verlegt werden und weitere Fortschritte an den Gibswänden wollen wir erzielen. Bei vielen Arbeiten dieser Woche war Teamarbeit gefordert. Beispielweise musste jemand messen und eine andere Person schnitt die Gipsplatte genau nach diesen Massen zu. Die Arbeitsstunden vergingen wie im Flug. Nach zwei vergangenen Arbeitstagen konnten wir zufrieden zurückblicken. Alle Ziele wurden erreicht. Im Innenausbau ist es immer besonders schön zu sehen, wie schnell sich durch gute Arbeit etwas verändert.
Wie schon in der Einleitung erwähnt, stand diese Woche ein Ausflug auf dem Programm. Zu dritt fuhren wir in den „Züri Zoo“. Es faszinierte uns alle wie viele verschiedene Tiere auf wenigen Quadratmetern zu sehen sind. Der Höhepunkt unseres Zoo-Besuches war die Masoalahalle. In der nach Tropenwald riechenden Halle, entdeckten wir immer wieder neue Tiere. Die abwechslungsreichen Tropenpflanzen waren ein Genuss für unsere Augen. Wir können einen Ausflug in den Züri Zoo allen wärmstens empfehlen.
Pascal Abry, Sozialpädagoge i. A.
Baustelle
Nach einem erholsamen, langen Osterwochenende trafen die Jugendliche AG und YO am Dienstagmorgen pünktlich auf der Baustelle ein. Diese Woche stand ganz unter dem Motto „abbrechen“. Als erstes besprachen wir die anstehenden Arbeiten der kommenden zwei Wochen. Decken, Wände und der Kachelofen müssen abgerissen werden. AG und YO halfen tatkräftig mit. Es machte ihnen Spass ihre Energie loszuwerden. Dementsprechend schnell kamen wir voran. Der Holzhaufen wurde grösser und von der gemütlichen alten Wohnung war immer weniger zu erkennen. Nach einem längeren putzen und Ordnung machen auf der Baustelle nahmen wir den Baustellenrückblick in Angriff. Die Jugendlichen arbeiteten diese Woche sehr gut und wurden gebührend gelobt. Die Baustelle verändert sich Tag für Tag. Es ist schön zu sehen wie wir vorankommen.
Schule
Am Donnerstag stand ein Tag Schule vor der Tür. Diesen Tag schätzen die beiden Jungs sehr. Sie arbeiten fleissig an ihren Bewerbungen und informieren sich über einzelne Berufe. AG hat sich entschieden, dass er gerne eine Lehre als Elektromonteur machen möchte. YO wird ab Sommer zwei Praktika als Fachmann behinderten Betreuung absolvieren. In der Schule und in seiner Freizeit liest er Bücher über Ursachen körperlicher Behinderungen, an seinen Schultagen tauscht er mit der Lehrerin darüber aus.
Ausflug
Diese Woche stand ein Ausflug auf dem Programm. YO, AG und ich fuhren mit dem Zug nach Rapperswil. Dort schauten wir uns die Altstadt und das Schloss Rapperswil an. Über die Informationstafel erfuhren wir mehr über die Geschichte dieser Stadt. Den Jugendlichen gefiel die Stadt und sie machten einige Fotos. Am Nachmittag kam der Höhepunkt. Wir fuhren mit dem Zug weiter nach Pfäffikon SZ und gingen ins Alpamare um zu baden. Jede Rutschbahn wurde ausprobiert. YO und AG waren begeistert. Müde aber aufgestellt kehrten wir am Abend zurück.
Pascal Abry, Sozialpädagoge i.A
Wochenbericht vom 02. bis 06. April 2012
Posted: 13. April 2012 in Brückenangebot, Umbau Bahnhölfi RafzZiel erreicht!!
Wochenbericht vom 26. bis 30. März 2012
Posted: 1. April 2012 in Brückenangebot, Umbau Bahnhölfi RafzMit einem Tag voller Vorbereitungen beginnt schon die letzte Woche des März. Die Zeit rast nur so dahin und bereits sind wir seit acht Monaten mit dem Umbau vom Bahnhöfli beschäftigt. Jungs sind gekommen, Jungs sind gegangen und Jeder hat etwas zur Veränderung dieses Hauses beigetragen.
Die erwähnten Vorbereitungen betreffen wieder den Anbau mit seiner Holzfassade. YO und ich arbeiten heute alleine, da AG in den nächsten Tagen bei seiner Gastfamilie zum handwerklichen Einsatz kommt. Sie wollen einige Zimmer umgestalten und können so seine Mithilfe gut gebrauchen.
Für den Anbau schneiden wir die ersten Latten in die richtige Länge zu und müssen die abgeschnittene Fläche noch mit Lasur einstreichen, damit sich das Wasser nicht schon nach den ersten Wochen im frischen Holz gemütlich machen kann. Am Abend haben wir das nötige Material bereit und werden es am nächsten Tag zur Baustelle transportieren.
„Lade, bringe, fahre!!“ heisst es am heutigen Dienstagvormittag. Wir können einen Lieferwagen der örtlichen Zimmerei für den Transport benutzen, und sogleich schrauben wir die ersten Meter der Schalung an. Ab heute haben wir auch wieder zwei anpackende Hände mehr auf dem Bau, da unser Praktikant Pascal Abry von seinem Einsatz auf der Salomon zurück ist und uns wieder unterstützen kann. Schon bald merken wir, dass diese Arbeit ziemlich Zeitaufwändig ist. Doch wir werden mit einer schönen und modern aussehenden Fassade belohnt. YO erkennt die Arbeitsabläufe schnell und ist uns eine grosse Hilfe. Wir meistern die Montage zusammen als gut eingespieltes Team.
Ende August wird die Einweihungsfeier des Hauses sein und somit haben wir ein sehr dichtes Bauprogramm. Also definieren wir auch diese Woche wieder ein Etappenziel bis zu den Osterferien. Die Fassade des Anbau fertig!
Spontan verwandeln wir den Schuldonnerstag in einen Arbeitstag. Auch AG ist wieder dabei und packt an. So gehen wir Schritt für Schritt mit einem klaren Ziel vor Augen vorwärts.
Marwin Engel, Arbeitsagoge
Wochenbericht vom 19. bis 23. März 2012
Posted: 26. März 2012 in Brückenangebot, Umbau Bahnhölfi RafzDie Montagmorgen-Frage der Jungs: „Was machimer Hüt??“ wird sogleich gestellt, nachdem Ich sie begrüsst habe. Wie ist diese Frage wohl gemeint? Motiviert oder unmotiviert?
Nach der ersten Stunde arbeiten beantwortet sich Diese meist von selbst. Das Resultat: Von Beidem ist genügend vorhanden.
Der Anbau ist das Hauptthema. Wir reinigen die schwarze Folie und streichen die Vorderkante der Rostlatten erneut mit schwarzer Farbe, damit wir nächste Woche die Fertigschalung montieren können. Zudem beginnen wir mit dem letzten Anstrich der Latten, Welche AG und ich vor zwei Wochen geschliffen haben. Vorbereitungen scheinen sich wie ein roter Faden durch diese Woche zu ziehen, mit einer Ausnahme. Das notwendige Material zur Fertigstellung des Bodens im Dachgeschoss wird geliefert. Also machen sich YO und ich sogleich an diese Arbeit und schliessen Diese erfolgreich ab.
Marwin Engel, Arbeitsagoge
Wochenbericht vom 12. bis 16. März 2012
Posted: 17. März 2012 in Brückenangebot, Umbau Bahnhölfi RafzFür diese Woche haben wir ein klares Arbeitsziel definiert. Am Freitag findet das monatliche Brügglifest statt, bei dem Alle die zurzeit beim Brückenangebot beteiligt sind (Pflegefamilien, Jugendliche, Betreuer ect.) zum Abendessen eingeladen werden. Diesen Anlass haben wir jeweils auf der Baustelle und bei schönem Wetter wollen wir draussen grillieren. Doch was ist wenn es regnet?
Der erste Boden des Dachgeschoss muss am Ende der Woche soweit verlegt sein, damit wir dort genügend Platz haben, um Tische zu stellen und zu essen.
Wir bilden zwei Teams, AG mit Mario und YO mit mir. YO und ich machen uns an die Montage der restlichen Balkenergänzungen und sogleich wird von AG und Mario die Folie verlegt und die Hohlräume mit Isolation gefüllt. Es geht schnell vorwärts und die Jungs erbringen eine tolle Leistung, so dass wir bis am Dienstagabend alles bereit haben, damit der Sanitär und der Heizungsmonteur seine Rohre platzieren kann.
FZ ist diese Woche nicht anwesend, da er eine Schnupperwoche als Netzelektriker absolvieren kann. Auch YO hat sich zwei Schnuppertage organisiert. Er darf am Mittwoch und Donnerstag den Beruf des Behindertenbetreuers besser kennenlernen.
Da für diese Woche drei Schultage anstatt zwei geplant sind, kommt AG durch die Abwesenheit von FZ und YO in den Genuss von Einzelunterricht.
Derweilen arbeiten Mario und ich auf der Baustelle weiter, damit wir unser Ziel erreichen. Wir schaffen nur 2/3 der Bodenfläche zu verlegen, da uns leider der Leim ausgeht und im Magazin der örtlichen Zimmerei auch kein Vorrat mehr vorhanden ist. Doch es gibt zwei gute Nachrichten, am Freitag ist schönes, warmes Wetter und im Dachgeschoss haben wir genügend Platz um allenfalls von einer verirrten Regenwolke zu flüchten.
Marwin Engel, Arbeitsagoge
Den Montag starteten wir in zwei Gruppen. Mario und FZ erledigten diverse kleine Arbeiten. So musste zum Beispiel der Anschluss der Dachwasserfallrohre zur Leitung im Boden angepasst und auch angeschlossen werden. Dazu gab es einige Stellen mit dem Spitzhammer zu bearbeiten. Ein paar Tage später wurden die Verbindungen schlussendlich mit Beton an ihrem Platz fixiert.
AG und ich beschäftigten uns mit der Fertigschalung des Anbaus. Die Holzlatten wurden in einer Firma auf drei Seiten maschinell gestrichen. Jedoch gibt es bei unserem Objekt einige Stellen, bei denen alle vier Kanten sichtbar sind. Das Bedeutet, dass wir die rohe Fläche noch selber schleifen und streichen müssen. Wir nahmen uns dieser Arbeit an und durften in der Zimmerei Sigrist die grosse Zylinderschleifmaschine benutzen. Holzlatte um Holzlatte wurde bearbeitet und es fehlt jetzt nur noch der schöne letzte Anstrich.
Auch diese Woche fand eine grosse Veränderung statt. Die Metalbauer begannen mit der Montage des neuen Treppenturms. In Zukunft werden die einzelnen Etagen nur noch von aussen begehbar sein, da das innere Treppenhaus abgerissen wird.
Selbstständiger Spezialauftrag: Ihr fährt mit dem Zug nach Luzern, geht ins Verkehrshaus und schreibt einen Text über ein Thema, das ihr frei auswählen dürft. Zudem macht ihr ein paar passende Fotos dazu und am 16:30 seid ihr wieder zurück in Rafz. So wurden FZ, YO und AG am Mittwochmorgen begrüsst, und machten sich sogleich auf den Weg. Die Aufgabe lösten die drei Jungs gut und am späteren Nachmittag standen sie pünktlich und mit dem geforderten Resultat im Büro.
Mission complete!!
Marwin Engel, Arbeitsagoge



































































